| Melbourne Open House |
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Am 30.- und 31. Juli öffnete unsere Dreifaltigkeitskirche zum ersten Mal ihre Pforten für Besucher im Rahmen der (innen)stadtweiten Veranstaltung ‚Melbourne Open House‘. Mit vollem Erfolg, denn über 1000 Interessierte strömten während der 1.5-tägigen Öffnungszeiten in unser Gotteshaus und genossen Raum, Musik und Gespräch. Viele Besucher zeigten sich nach dem Betreten der Kirche zunächst begeistert und erstaunt zugleich von der schönen Architektur sowie der Schlichtheit der Ausgestaltung. Kommentare wie „diese Kirche ist wohltuend einfach gehalten und hat eine wunderschöne Atmosphäre“, „ich wusste gar nicht, dass es diese Kirche gibt, ich war bislang nur in der St. Patricks Kathedrale,“ oder „was für wunderschöne Fenster diese Kirche hat“, waren häufig zu hören.Im weiteren Verlauf des Rundgangs ging es dann bei einer Vielzahl der Besucher um ihr ganz persönliches Interesse und die Beweggründe ihres Kommens: „Gibt es hier ein Hochzeits– oder Taufregister? Meine Mutter hat hier geheiratet.“ „Ich wurde hier getauft.“ Oder auch: „Ich kannte jemanden aus dieser Gemeinde.“ Während die Besucher durch die Kirche wanderten oder sich einfach auch eine Weile in die Bänke setzten um einen Moment innezuhalten, wurde auf der Empore immer wieder musiziert, so dass Orgel und Geigentöne aber auch froher Gesang erklangen. In vielen Einzelgesprächen am Infotisch neben dem Taufbecken sowie mit Vertretern unserer Aki-Gruppe wurden Geschichten erzählt und vielzählige Fragen beantwortet. Vor allem praktische Anmerkungen zur Architektur der Kirche waren häufig zu hören. „Gibt es in lutherischen Kirchen keinen zentralen Gang, durch den die Braut schreitet?“ „Dreht ein lutherischer Pastor der Gemeinde den Rücken zu?“. Aber auch (kirchen)politische und -historische Fragen wurden oft diskutiert: „Wurde die deutsche Sprache auf Grabsteinen und in Ortsnamen während/nach den Weltkriegen verboten?“ „Ich habe gerade ein Buch über Martin Luther gelesen – bin in Dublin katholisch unter ´dem Damoklesschwert der Hölle` aufgewachsen. Da hätte ich mir viel Angst ersparen können.“ Beim abschließenden Besuch in unserer Kirchhalle informierte die Aki-Gruppe sachkundig über die bauliche Entwicklung des „Eastern Hill“ und beantwortete alle Fragen, die bis dahin noch nicht gestellt worden waren. Zum guten Schluss erfreuten sich viele Besucher noch an den dargebotenen Getränken und Keksen in der Kirchalle und nutzten eifrig die Chance, die vom Bastelkreis angebotenen Waren käuflich zu erwerben. Und so war es nicht selten, dass die Besucher unser Gelände mit den Worten verließen: „Was für eine wunderbare Betreuung hier – wir kommen sicher wieder einmal her.“ |