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Besuch des Thomasorganisten Ullrich Böhme

Thomasorganist Ullrich Böhme setzt neue Maßstäbe in Australien

Thomasorganist Prof. Ullrich Böhme gastierte in der letzten Septemberwoche zum ersten Mal in der südlichen Hemisphäre, in Australien. Mitgebracht hatte Böhme für die drei Hauptkonzerte in Melbourne, Sydney und Adelaide Werke von Georg Böhm, Günter Neubert und Franz Liszt und natürlich auch Werke von Johann Sebastian Bach, die an allen drei Orten mit „standing ovations“ bedacht wurden.

Australien hat nicht nur ein imposantes Opernhaus in Sydney, sondern auch sehr beeindruckende sakrale Bauten mit einer Reihe großartiger Orgeln
wie z.B. eine Rieger-Orgel in der Scots’ Church in Melbourne. Zu der „masterclass“ waren sogar Organisten von weither angereist. In der „Großen
Halle“ der Universität Sydney war unter den begeisterten Zuhörern die Gouverneurin von New South Wales, Frau Marie Bashir, die alljährlich zum Bachfest nach Leipzig pilgert. Sie hatte die erste Konzertreise des Thomanerchores im März 2009 als historisches Ereignis in der Kulturgeschichte
Australiens gewürdigt und wiederholte diese Worte bei dem Besuch des Thomasorganisten. Zahlreiche Orgel-Fachleute waren sprachlos, wie neu Bach’s Orgelmusik oder Liszt’s „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ in den Interpretationen von Böhme klang und sprachen von einem spieltechnischen Wunder, das neue Maßstäbe in Australien gesetzt hat.

Diese Konzertreise kam zustande auf Einladung der Deutschen Ev.- Luth. Dreifaltigkeitsgemeinde Melbourne, auf deren historischen Orgel aus dem
Jahre 1874 Böhme u.a. drei der „Leipziger Choräle“ spielte.

(Aus einem Artikel am 3.10. für die „Leipziger Volkszeitung” von Hans Schroeder)