Die Bauwerke auf dem Kirchengrundstück

Die jetzige Kirche wurde am 22. November 1874 eingeweiht. Architekt war Charles Blachmann, dessen Werk unter dem Einfluss der jüngeren Phase des gotischen Historismus stand.

Die Kirche ist aus Basaltstein und in ihrer Orientierung in der traditionellen christlichen Ost- West- Richtung gebaut. Sie besteht aus einem Mittelschiff mit Oberstockfenstern, je einem Seitenschiff sowie einer Apsis am Ostende und einer Chor- und Orgelempore am Westende.

Die gesamte Decke ist holzgetäfelt. Säulen mit Laubkapitellen flankieren das Mittelschiff. Für die Innenausstattung wurde Zedernholz und Tasmanian Blackwood (Acacia Melanoxylan) verwendet.

Buntglasfenster verzieren die Apsis, die Orgelempore sowie Mittel- und Seitenschiffe. Die Orgel wurde 1874 durch Robert Mackenzie als Pfeifenorgel mit zwei Manualen und einem Pedal gebaut. Der Fußboden weist von West nach Ost ein leichtes Gefälle auf. Die Kirche bietet etwa 300 bis 350 Personen Platz.
Die Halle ist ebenfalls aus Basaltstein und wurde 1863/64 als südliche Ausdehnung des ersten Kirchengebäudes errichtet; an Feiertagen diente sie als Zusatzkirchenraum und sonst als Tages- und Sonntagsschule. Ihr Architekt war Friedrich Kawerau.
Als das erste Kirchengebäude abgerissen wurde, um dem jetzigen größeren Bau Platz zu machen, erhielt die Halle ihre gegenwärtiges freistehende Struktur und wurde am Nordende verkürzt. Die Halle ist nun das älteste Gebäude auf dem Kirchengrundstück.

Das jetzige Pfarrhaus wurde von Johann Koch entworfen und 1890 erbaut, um das ältere aus Blechteilen und Ziegeln gebaute Wohnhaus von 1855 zu ersetzen.
Wenn auch das Pfarrhaus eine verputzte Fassade und keine aus Basaltstein hat, so fügt es sich doch mit seinem Schieferdach und seinen gotischen Stilelementen mit den beiden anderen Gebäuden auf dem Kirchengrundstück zu einem harmonischen Ganzen zusammen.

Alle drei Gebäude legen ein bemerkenswertes und wertvolles Zeugnis für die Kirchenarchitektur des 19. Jahrhunderts ab.
Kirche, Halle und Pfarrhaus sind durch den australischen National Trust klassifiziert und im Denkmalschutz - Register des Landes Victoria eingetragen.
Am Gründonnerstag 2001 wurde das Kirchengrundstück um eine moderne Plastik bereichert: eine Bronzestatue auf schwarzem Granit. Sie stellt eine Station von Melbournes Kreuzweg dar, der 14 Innenstadtkirchen der verschiedenen Konfessionen verbindet.
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